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Susi Juni 2018)

Etappentour Eselsweg

Auf dem Eselsweg von Mönchberg nach Großheubach zum Kloster Engelberg –  01. Dezember 2018

(Der Eselsweg ist eine der sogenannten Altstraßen und wahrscheinlich schon seit 2.000 Jahren in Benutzung. Seinen Namen hat er von den Eselskarawanen im Mittelalter, die Salz von Bad Orb nach Miltenberg zur Einschiffung brachten. Heute ist der Eselsweg ein beliebter Wanderweg, der fast ohne Ortsberührung als Höhenweg auf der Eselshöhe durch die Spessartwälder führt. Der Spessartbund hat den Weg mit einem schwarzen „E“ auf weißem Grund gekennzeichnet und hält ihn instand – Wikipedia)  

Der Eselsweg führt uns auf dieser Etappe von Mönchberg nach Großheubach zum Kloster Engelberg, durch den teilweise mystischen Wald des südlichen Spessart. Abgelegene Wanderwege auf dem ruhigen Bergrücken – so lässt sich die Natur in vollen Zügen genießen. Allerdings findet sich entlang dieser Etappe kein Gasthof. Am besten plant man daher für diese Wanderung Proviant und ausreichend Wasser ein.

Um 08:00 starteten wir vom Wanderparkplatz am ehemaligen Skilift in Mönchberg, das an diesem Morgen im Nebel liegt. Nur die Spitze des Kirchturms ist zu sehen.

Mönchberg im Nebel

Die Hinweistafeln, aufgestellt vom Spessartbund, am Parkplatz zeigen Rundwege und Informationen über Landschaft und Tierwelt auf. Sehr informativ und übersichtlich gestaltet.

Los geht’s, wir haben ca. 13 km vor uns. Vorbei am „Barrierefreien Wanderweg: Balance & Leichtigkeit“ zum Verbindungsweg (roter Querbalken) der uns auf den Eselsweg führt. Ein Zustieg, etwas anstrengender, doch ich bevorzuge ihn, da es mir doch ein wenig mehr den Zauber des Spessarts zeigt. Wir laufen vorbei an einem merkwürdig anmutenden Wegweiser – ein toter Baum, an dem rechts und links Schuhe baumeln,  am Boden auf einem Stein Fußstapfen aufgemalt und ein Hinweisschild quer am Stumpf angebracht: Schuh- und Schlappenweg:

Leider finde ich im Internet keinen Hinweis, was es mit diesem Weg auf sich hat. Bis zu meiner nächsten Etappentour, werde ich hier mal genauer recherchieren müssen.

Weiter geht es durch den herrlichen Mischwald, der natürlich seine Blätter längst abgeworfen hat, das nun unter den Füßen raschelt. Außer uns kein Mensch weit und breit. Wir genießen die Ruhe und die Sonne, die aufgeht.

Von Mönchberg bis zum Eselsweg sind es ca. 2,5 km. Von hier über den „Schöllesberg“ zur „Sohlhöhe“ Röllbach geht es über den Forstweg. Wir wandern auf  Waldwegen und –pfaden hoch zum Bergrücken  – Heute irritieren mich die vielen Flugzeuge die über uns hinwegfliegen. Einflugschneise Frankfurt!? Wenn die Bäume im Sommer voll im Laub stehen, hört man diese Gott sei Dank nicht so sehr oder wurde der Anflug zum Frankfurter Flughafen geändert ?? –

Wir passieren die Sohlhöhe – ein Naturdenkmal mit alten Stiel- und Trau­beneichen – Wunderschön anzusehen. Auch hier eine schön gestaltete informative Hinweistafel auf der hier über die Eichen und über das in Biotopen lebende Rotwild. Wir haben an diesem Morgen das Glück, eine Herde Rotwild von ca. 20 Tieren sehen zu dürfen. Was ein Erlebnis – immer noch Gänsehautmoment wenn ich zurück denke.

Sohlhöhe bei Röllbach

Ein Hirsch blieb stehen und wartete bis die Herde den Weg gekreuzt hatte. Ein Schauspiel ohnegleichen für uns. Wird uns ewig in Erinnerung bleiben. Eine kurze Trinkpause, um dieses Erlebnis nachwirken zu lassen und auch um die riesigen, alten Eichen zu genießen und dann geht es weiter auf dem Forstweg, Richtung „Saustall“ (kreisförmiger Pferch von ca. 25 m Durchmesser aus hochkant gesetzten Platten, Trockensteinfundamente eines kleinen Rechteckbaus, Pfeiler mit Bohrloch und Wappenschild, Sandstein, wohl 17. Jahrhundert).

Hier  führt der Eselsweg wieder über Waldboden und der Pfad ist gesäumt von Sandsteinen (Es handelt sich um einen quarzgebundenen Sandstein mit unterschiedlich gefärbten Lagen, die weiß-rot-gestreift oder gleichmäßig rot eingefärbt sein können. In ihm kommen sowohl grobe als auch feine Quarzkörner vor. Die Druckfestigkeit liegt zwischen 700 und 1000 kg/cm². Der Rote Mainsandstein ist für eine Reihe von historischen Bauten verwendet worden. Heute findet er deshalb sowohl für Restaurierungsarbeiten vielfach Anwendung wie auch als Mauerstein, bei Fassadenplatten, Fußboden- und Treppenbelägen. Diese Sandsteine sind frostfest Quelle: Wikipedia).


Am Wegrand eine Baum, dem man wohl in jungen Jahren ganz gewaltig den Kopf verdreht hatte. Durch die Achtsamkeit entdeckt man so manches Phänomen im herrlichen Spessart.  


Ein Hinweisschild zeigt uns den Weg zum Hunnenstein (Der Hunnenstein ist ein gewaltiger Felsblock mit schüsselartigen Vertiefungen, genannt Heunenschüsseln, Zeuge einer einstigen Wotans-Kultstätte). Hier hat man jetzt im Winter, dank der kahlen Bäume, eine wunderbare Aussicht auf den Main. Wir machen Rast, erkunden den Hunnenstein, der so eine tolle Atmosphäre ausstrahlt.

Tolle Aussichten !

Weiter geht es auf steinigem Boden. Etwas aufpassen muss man hier schon, um nicht ins Stolpern zu geraten. Wenn man sich vorstellt, dass hier vor Hunderten von Jahren, Menschen mit Eseln und Karren gelaufen sind, ziehe ich den Hut. Sicherlich sehr beschwerlich auf diesem unwegsamen Gelände!

Ankunft Kloster Engelberg nach ca. 4-5 Stunden. Selbstverständlich kann man diese Etappe um einiges schneller absolvieren – doch sinnvoll ist dies nicht.

Paradies


Wie Konfuzius schon sagte: „Der Weg ist das Ziel“!  Und hier im Spessart, dem schönsten Wald überhaupt (für mich), ist dieses Zitat oberstes Gebot! Wer hier durchrennt und kein Auge für die Schönheit der Natur hat, der verpasst das Leben.  Man kann den Spessart nicht in Worte packen, man muss ihn selbst erleben ©

Großheubach

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